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Sep-2016

Sambia: Ein wenig West Coast Feeling

Sambia, Unterwegs   /  

Der Grenzübertritt von Namibia nach Sambia war einfach. Wir glaubten aus der Übung zu sein, weil wir zwei Monate in Namibia verbrachten. War aber nicht so. Es lief ganz ordentlich und gut organisiert. Irgendwie auch Schade, wir haben wieder etwas Schwierigkeiten und Abenteuer erwartet. Apropos Schwierigkeiten: Die Polizei in Sambia ist äusserst freundlich, also nichts mit dem gewohnten Hassle von der Westküste.

Was uns aber an die Westküste erinnert: Nicht ganz so ausgebaut wie Namibia und alles irgendwie drümmlig. Aber fantastisch. Die Menschen hier sind einfach grossartig. Sehr freundlich und hilfsbereit.

Also, Sambia. Die Grenze war organisiert teuer. Hinter jedem Schalter sass jemand, der Geld wollte. Carbon Tax, Versicherung, sonst irgend eine Taxe. Aber OK, es gab ja Quittungen. Jede Menge sogar.

Erstes Camp war dann ein Community Camp. Wie wir es von Namibia kannten: Einfach die besten Camps überhaupt, wenn man keine grossen Ansprüche stellt. Gut, wir waren auch ein paar Tage in einer Luxus-Lodge, das war schon auch nicht so schlecht. Viel besser jedenfalls, als die „Our Pick“ von Lonely Liar.

Sambia war für uns auch das Land der Nationalparks. Erst besuchten wir den Liuwa Plain. Wunderschöne Weiten, leider etwas wenig Tiere. Wir sind nicht gerade zur besten Jahreszeit aufgetaucht. Entschädigt wurden wir dafür im Kafue. Elefanten und viele verschiedene Antilopen. Auch tausende TseTse-Fliegen. Aber naja, kann man nichts machen. Wir klebten die Fenster mit Moskitonetz zu und blieben dadurch etwas von den Biestern verschont. Die Fenster schliessen war keine Option, Gannet heizt auf wie ein Backofen und wir wollten uns nicht niedergaren.

Von Kafue fuhren wir mal wieder quer Feld ein ans Ende vom Kariba See. Wir spannten etwas aus. Dann das kleine Abenteuer: Entlang des Sees suchten wir einen Weg bis nach Livingstone. Also nicht entlang der Hauptstrasse sondern ziemlich ab von den befahrenen Wegen. Hui. Wir haben uns mehrmals verfahren. Kein Kartenmaterial (und wir hatten verschiedenes) konnte uns wirklich eine fahrbare Route nennen. Mal waren es einfache Pfade, mal Sackgassen bis zu einer Schule. Am ersten Tag kamen wir spät in einer Lodge an. Die gab es aber leider nicht mehr (Lonely Liar eben). Also baten wir im Dunkeln den Wärter, ob wir nicht eine Nacht auf dem Parkplatz schlafen dürften. Wir durften, sogar im ehemaligen Camp der Lodge bleiben. Diese ist neu übrigens eine Krokodilfarm. Naja, wir verliessen den Platz wieder früh am Morgen. Am zweiten Tag fanden wir immer noch keinen Weg nach Livingstone, also gaben wir am Abend auf und fuhren Richtung Hauptstrasse. Es wurde ein Wild Camp. Trotz allem, die Holperfahrt war super. Vorbei an kleinen Dörfern mit winkenden Bewohnern, durch dichtes Unterholz, über „Bergpässe“ und durch Mineralienminen sowie traumhaften Weiten. Anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Eben nicht Lonely Liar.

Livingstone erreichten wir am dritten Tag. Kann passieren. In Livingstone absolvierten wir dann das Pflichtprogramm: Einkäufe, Service für Gannet und natürlich der Besuch der Viktoria Fälle. Auch hier leider zur falschen Jahreszeit. Die waren doch ziemlich trocken. Aber trotzdem einen Besuch Wert.

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